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Dozent:innen 2026

Seit Anbeginn des Festivals ist die Vermittlung von Klezmer und jiddischer Musik und Kultur ganz Zentral für das Friling Festival. Dazu holen wir jedes Jahr ein feinabgestimmtes und hochkarätiges Dozent:innen-Team der internationalen Szene in die Oststeiermark und freuen uns auf einen intensiven Austausch in unseren Workshops und Konzerten. 

Foto (c) Shendl Copitman

Christian Dawid (DE)

Christian Dawid ist ein klassisch ausgebildeter Klarinettist. Neben Erkundungen in verschiedensten Stilbereichen zwischen Jazz und alpiner Volksmusik hat er sich auf osteuropäische und jiddische Musik spezialisiert. International bekannt wurde er durch seine Arbeit mit Brave Old World, Arkady Gendler, Budowitz, Frank London, The Other Europeans und anderen. Er leitet Trio Yas und Konsonans Retro, und spielt und arrangiert derzeit für Daniel Kahn & The Painted Bird, Paul Brody’s Sadawi, Bluer than Blue, Andrea Pancurs Alpenklezmer und Shtetl Band Amsterdam. 

 

Dawid ist daneben ein gefragter Dozent für jiddische Musik und unterrichtete auf vielen internationalen Festivals und Seminaren, wie z.B. beim Yiddish Summer Weimar, bei KlezKanada und KlezKamp, oder in St. Petersburg, Paris, London, Helsinki, Safed, Sao Paulo, Buenos Aires oder Krakow. Er berät regelmäßig internationale Festivals jüdischer Kultur. Er komponiert, arrangiert und lebt in Berlin.

Klarinette & weitere Blasinstrumente

Sasha Lurje wurde in Riga, Lettland, geboren und singt seit ihrem dritten Lebensjahr. Sie sammelte Erfahrung in vielen Bands verschiedenster Musikrichtungen sowie dem klassischen und dem Folkgesang aber auch im Jazz, Rock und in der Popmusik. Neben ihrer Gesangslaufbahn engagiert sie sich in verschiedenen Theatergruppen, in denen sie sich vorrangig mit Musicals und Improvisationstheater beschäftigt.

 

Seit 2003 erforscht sie Stile und Repertoire des traditionellen jiddischen Gesangs und untersucht dabei säkulares und religiöses Gesangsrepertoire. Mit ihrer Band Forshpil kreiert sie einen neuen Stil der jiddischen Musik, der traditionelle Sounds in moderne Kontexte einbettet. Außerdem liebt sie innovative Mischungen in Projekten wie Black Rooster Sings, einer Revue lettisch-jüdischer und lettischer Musik. Ihre Kooperationen reichen von Songs from Testimonies mit dem Yale University Fortunoff Archive über interkulturelle Projekte mit dem Helsinki Yiddish Cabaret bis hin zu Josh Waletzkys Pleytem Tsuzamen. Als aktive Säule der Berliner Klezmer-Gemeinschaft war Sasha häufig als Dozentin beim Yiddish Summer Weimar und bei den Festivals Shtetl Berlin und Seattle Yiddish Fest tätig, die sie beide mitorganisiert.

Sasha Lurje (LV/DE)

Foto (c) Shendl Copitman

Sasja Lurje (c) Avia Moore.jpg

Gesang & jiddische Lieder

Foto (c) Aija Pastore

Craig Judelman (c) Aija Pastor.jpg

Craig Judelman (USA/DE)

Craig Judelman ist als Geiger, Komponist und Pädagoge auf beiden Seiten des Atlantiks hoch angesehen. In den 1990er Jahren begann er, Klezmer zu spielen und entwickelte durch seinen Hintergrund in klassischer Musik, Jazz und amerikanischer Folkmusik in Kombination mit einem intensiven Studium der jiddischen Musik eine einzigartige Perspektive auf das aschkenasische Violinspiel. Er ist regelmäßig mit bekannten Musiker:innen wie Lorin Sklamberg und Michael Alpert im Studio und auf Tournee.

Craig widmet sich nicht nur dem Spielen von Musik, sondern auch der Erforschung von Kultur, dem Organisieren von Veranstaltungen und dem Brückenschlag zu anderen europäischen Traditionen.

Violine

Avia Moore stammt aus Kanada und ist eine international anerkannte Dozentin für jiddischen Tanz. Sie wuchs mit Volkstanz auf und verbindet in ihrer Arbeit traditionelle jiddische Bewegungen mit zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen. Neben ihrer pädagogischen Tätigkeit arbeitet sie als Theatermacherin, Produzentin und Fotografin und engagiert sich in Projekten, die kulturelles Erbe und kreativen Ausdruck miteinander verknüpfen.

Seit 2006 erforscht sie Stil und Geschichte des jiddischen Tanzes und leitet Workshops auf Festivals weltweit, darunter der Yiddishland Pavilion, der Yiddish Summer Weimar, KlezKanada, das Jüdische Kulturfestival in Krakau, das Ashkenaz Festival und Yiddish New York. Sie coacht angehende Tanzleiter:innen und berät Künstler:innen bei der Entwicklung jiddisch inspirierter Ausdrucksformen. Als kreative Produzentin war sie an zahlreichen Kulturprojekten in Nordamerika und Europa beteiligt. Eine zentrale Rolle spielt sie als künstlerische Leiterin von KlezKanada. Sie hat einen PhD in Theater-, Tanz- und Performance-Studien von der York University und zählt heute zu den prägenden Stimmen der internationalen jiddischen Tanzszene.

Avia Moore (CAN)

Foto (c) Riccardo Nobile

Avia Moore (c) Riccardo Nobile.jpg

jiddische Tänze

Artist in Residence

Als Artist in Residence laden wir spannende Musiker:innen der internationalen Szene dazu ein, dem Festival in diesem Jahr eine ganz besondere Note zu verleihen. Für das Friling Festival 2026 sind das die  Musiker:innen des jiddisch-ukrainischen Orchesterkollektivs DRUZI, die verteilt über die Workshops und Abendveranstaltungen das Festival mit ihrer Präsenz und Musik bereichern werden. Wir freuen uns schon sehr auf diesen internationalen Austausch.

DRUZI

The Yiddish Ukrainian Orchestra

DRUZI vereint musikalische Traditionen, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verflochten waren – und heute erneut kraftvoll zusammenfinden. Das Ensemble verbindet jüdisch-osteuropäische Melodien, ukrainische Volksmusik und moderne Klangsprache zu einem lebendigen, emotional aufgeladenen Sound, der sowohl in Konzertsälen als auch auf Festivals sein Publikum begeistert. Der Name „Druzi“ – ukrainisch für „Freunde“ – ist programmatisch: Die Musikerinnen und Musiker des Orchesters stammen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und teilen eine gemeinsame Vision. Mit virtuosen Arrangements, improvisatorischer Spielfreude und einer charismatischen Bühnenpräsenz schaffen sie ein musikalisches Erlebnis, das zugleich historisch verwurzelt und zeitgenössisch ist. 

DRUZI versteht sich nicht nur als musikalisches Projekt, sondern auch als kulturelle Brücke. Das Ensemble erzählt Geschichten von Begegnung, Migration, Widerstandskraft und Hoffnung – Themen, die in einer Zeit globaler Spannungen aktueller denn je sind. Mit ihrer Musik setzen die Künstlerinnen und Künstler ein Zeichen für Dialog, Respekt und die verbindende Kraft gemeinsamer Traditionen. Ob in intimen Clubformaten oder auf großen Open-Air-Bühnen: DRUZI schafft es, das Publikum unmittelbar zu berühren – mit Energie, Wärme und einem unverwechselbaren Klang, der weit über die Grenzen von Genres und Nationen hinausreicht.

geplantes Line-up für das
Friling Festival 2026

Dasha Fomina | Flöte & Gesang
Nataliya K. Utesheva  |
Domra & Gesang

Maria Viksnina  | Torban & Gesang

Shaun Williams | Akkordeon

Craig Judelman  | Violine & Gesang

Sasha Lurje| Gesang

Foto (c) Heike Antoci

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